Die Verzweiflung
Das Gleichgewicht gerät völlig aus der Kontrolle.

Das Pendel der Ruhe schlägt aus. Rechts links, links rechts.

90 Grad die einen kompletten Wandel symbolisieren.

Die Tragik liegt nicht in der Sache, sondern in der Person.

Fehler verziehen, aktzeptiert, versucht zu vergessen. Der Countdown wurde zurückgesetzt.

Jedesmal aufs Neue wieder dran erinnert. Es hat kein Sinn.

Unsere Zeit war da. Die Schönheit war eher versteckt, die Freiheit eingeschlossen.

Wo bleibt der Sinn? Was war der Sinn und warum haben wir es gemacht?

Ist das Verliebt sein? Rückmeldungen gleich Null- wieso auch melden?

Interessiert es Dich was ich denke? Was ich fühle? Was ich mache?

Du schreist mich an. "Ja verdammt!". Die Verzweiflung ist in den Gesichten erstarrt.

Die Wahrheit kann man nicht mehr greifen. Zwei Worte die einen beruhigen sollten, doch sie tun weh.

"Zeig es mir!" hallt es in den Raum zurück. "Ich spüre nichts, keine Meldung, keine Nachricht! Verlange ich zuviel? Sind die Bedürfnisse zu groß?" Ich weiß es nicht.

Schweigend blicke ich mich an. Der Blick kann sich nicht mehr vom Böden lösen. Wie auch? Die Wahrheit ist längst darunter vergraben. Verzweifelnd will ich sie suchen.

Ich bücke mich, liege am Boden, doch- zu spät.

Als ich aufstehe bist Du weg. Der Raum ist leer. Das Interesse ist weg.

Ich gehe in die Mitte, stehe ins Licht schaue abermals nach unten und blicke auf einen Haufen kaputter Scherben.