Dienstag, 15. Februar 2011
Die Unwissenheit der Seele
Die innere Unruhe ist zu groß. Die Sturmflut bricht über Dich herein.

Wirft Dich hin und her. Es dreht sich alles. Die Gefühle sind mal oben und mal unten, jedoch bewege ich mich nicht.

Ich stehe einfach nur da. Versuche das Unfassbare zu fassen. Das Unwirkliche zu durchbrechen- doch ich kann es nicht.

Jede Anstrengung ist Kontakt. Jeder Bezug ist Stress. Selbst das Eigene ist Fremd.

Die Ruhe zu finden ist schwer. Wie kann man was finden, was man eigentlich nie verloren hat?

Fragen, Fragen und einfach nur Fragen. Warum? Wieso?

Früher ging alles. Alles ok, alles wunderbar. doch- alles klar?

Im Nachhinein war wohl noch nie was klar. Völlig realistisch blicke ich auf mich herab.

Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung. Nur blöd, wenn man verlernt hat zu laufen.

Selbst kriechen geht nicht mehr. Ich liege mittlerweile einfach nur da.

Gefangen in den unendlichen Tiefen meines Sofas. Die Musik in dem Raum ist das Pfeifen in meinem Ohr..... Piiiieeeeppppp.....

Eine Monotomie, die auch Sicherheit einem vortäuschen kann.

Man lebt zumindest......

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Samstag, 29. Januar 2011
Das Monster
Es klingelt. Wie ein Schlag geht es durch meinen Körper. Ich zittere innerlich.

Verdammt es passiert wieder. Verdammt, ich kann es nicht steuern.
Die Angst ist zu dominierend.

Vielleicht hört es auf wenn ich es zulasse? Vielleicht hat es ein Ende.

Der Akt des Grauens scheint unausweichlich.

Der Verlust des eigenen Ichs ist immer wieder aufs Neue zu spüren.

Atmend, schwitzend lüsternd ist das Monster da.

Verschwinde würde ich am Liebsten sagen. Hau ab. Verpiss Dich. Doch ich kann es nicht.

Stumm werde ich es ertragen. Die Naivität, dass es so besser wird ist einfach viel zu groß.

Wer beschützt mich, wer hilft mir? Ich habe Angst, so große Angst vor dem nächsten Mal.

Ich bin gefangen, kann nicht frei sein. Das Böse nimmt mich so ein. Ich fühle mich so schlecht. Ich fühle so entwürdigt. Ich will raus. Muss weg. Will fliehen. Doch wohin?

Jedes Mal ein neuer Zusammenbruch. Jedes Mal die gleichen Tränen. Jedes Mal das gleiche Gefühl.

Das Monster ist gerade wieder weg, die Last bleibt.

Weinend öffne ich die Augen, die Schminke läuft die Wange runter. Völlig apathisch ziehe ich mich an. Dusche mich. Versuche alles abzuwaschen- aber es geht nicht.

Völlig unscharf sehe ich eine Gestalt. Es ist ein Gefühl, eine Bindung, eine Person.

Sie will mir die Hand reichen, sie will mir helfen.

Ängstlich gehe ich zurück. Versuche das Geschehene zu verarbeiten. Aber ich kann es nicht.

Ich habe doch eigentlich eine Person gefunden. Eine Person die anders ist, als jedes Monster da draußen. Eine Person, die mich so respektiert wie ich bin. Die mich so liebt wie ich bin und wie ich sein möchte. Die Person ist meist schon vor mir für mich. Ich brauche die Person und die Person braucht mich. Ich fühle und spüre es.

Doch- warum muss ich aber immer wieder zu diesem Monster zurück? Es immer wieder über mich ergehen lassen. Schmerzen über Schmerzen. Warum?

Das Drama soll endlich ein Ende haben. Ich will nach Hause zu ihm.

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Samstag, 29. Januar 2011
Annahme verweigert
Ein Blick, eine Intension, ein Gefühl. Tiefgreifende Empfindungen bestimmen das Wesentliche. Das Geräusch des eigenen Atmens wirkt wie ein Fluch. Ich stehe da und Du stehst hier. Eine unbegreifbare Last, drückt einen zu Boden. Die Kälte des Asphalts symbolisiert den Status meines Herzens. Ich blicke sie an. Die braunen Augen wirken so endlos. Eine tiefe Leere spiegelt sich darin.
Hilf mir, schreit sie förmlich. Doch- ich kann sie nicht hören. Die Kälte fesselt mich, macht mich Handlungsunfähig. Die Hilflosigkeit wird mein engster Verbündeter. Ich blicke mich um. Sehe sie weggehen. Möchte schreien, sie aufhalten, sie nicht verlieren. Tap, Tap, Tap. Der Hall ihrer Schritte verstummt allmählich im rauen Seewind. Der Blick nach Süden sollte Hoffnung wecken, aber vergebens. Am Ende des Horizont verschwindet sie letztendlich. Bleib da, bleib da, geh nicht weg. Bleibe bei mir. Doch- zu spät. Die Tränen wirken wie gezwungen. Gefroren auf meiner Wange, passt sie sich der Situation an. Wie ein Stein fällt sie zu Boden.
Gefühle verweigert, Gefühle distanziert. Gefühle ignoriert.
Es passiert nichts. Minuten, Stunden, Tage fallen ins Land. Ich warte, sitze und schweige hier gespannt. Die restlichen Sachen sind gepackt. Stück für Stück fällt die Vergangenheit in die Form eines Paketes. Bilder, Emotionen- Illusionen. Selbst mein Gefühl verliert sich in den unendlichen Tiefen. Völlig erstarrt blicke ich auf das Geschlossene. Absender notiert, wie in Trance geschrieben. Völlige Ignoranz bestimmt nun die weitere Distanz zwischen Stift und Gedanken.
Der letzte Kampf hat begonnen. Die Hoffnung scheint wieder da. Die Wärme kommt gerade auf einen Besuch vorbei. Schwarz und Weiß. Nicht nur das Schachspiel auf meinem Tisch. Die Trist meiner leidenden Sympathie für das Wesentliche ist ebenfalls schwarz und weiß. Die Farben scheinen schon lange nicht mehr die Bedeutung zu haben, die sie mal hatten.
Völlig verstört lasse ich mich fallen. Der Aufschlag auf den Boden wirkt wie eine Erlösung. Ich bin weg. Spüre nichts mehr. Das Schwarze dominiert nun auch das Weiße.
Peng. Ein Schuss, eine Folter, eine Illusion. Alles kaputt- zerstört.
Das klingeln an der Tür wird ignoriert- doch sie steht noch offen. Die Realität ist wieder da. Sie hält was in der Hand. Ein Paket. Wo ist meine Illusion jetzt? Meine Hoffnung, meine Zuversicht? Meine Zukunft?
Verdammt was soll ich tun? Ich blicke auf das Paket. Annahme verweigert.
Wie ein Schlag ins Gesicht. Der Aufschlag auf den Boden, wo ist er wieder?
Die eigene Identität verleugnet dich. Das Schwarze ist wieder da, wird wieder zu einer vertrauten Situation. Der Aufschlag kommt wieder, ich spüre ihn, ich will ihn. Die letzte Erlösung ist die Entscheidung. Die Entscheidung, die Dominanz der Farbe schwarz.

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Unerreicht
Alles zuviel. Die Welt bricht über mich herein. Wie ein Schlag reißt sie mich zu Boden.

Situation bauen auf anderen Situationen auf. Ein Ausweg ist schwierig. Wie kann man sehen, wenn man blind ist? Wie kann fühlen, wenn man tot ist?

Das unrealistische Empfinden ist letztendlich doch nur realistisch. Ein Paradoxum der besonderen Art.

Wie soll ich mich entscheiden? Was soll ich tun? Die Angst vor Fehlern ist einfach viel zu groß.

Werde ich jemanden verlieren? Werde ich es bereuen?

Ich kann es nicht fühlen, ich kann es nicht sehen. Bin ich etwa tot?

Ich möchte hier raus. Die triste gefühlslose Welt soll gehen. Leben- wo bist Du? Ich brauche Dich. Ich vermisse Dich.

Die Person die mir halt gibt ist nicht da. Wieso habe ich sie weggeschickt?

Die Fehler melden sich wieder zurück. Sie schlagen dir auf die Schulter und loben dich.

Ein Lob das man nie hören möchte. Lösung wo bist Du?

Stille.

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