Samstag, 22. Januar 2011
Zuviel?
Beladen. Völlig erdrückend wirkt das Wirkliche.

Du warst da. Es war schön. Doch konnte man es absehen? War es zuviel? Zuviel des Guten, des Bösen, des Intimen?

War es zuviel? Die Gefühle, die Inspiration- die Intuition?

Ich hab Dich lieb. Dies ist das was ich gerade noch schrie.

Gedankenverhangen zieht der Nebel der Realität durch mein Kopf.

Der Bademantel riecht nach Dir. Atem um Atem genieße ich den Duft. Freiheit.

Der Traum beginnt, ich schließe die Augen. Einatmen, einfach nur einatmen. Jede Sekunde bringt mich näder zu Dir.

Ich sehe uns. Wir liegen noch da. Das Paradies, es scheint wunderbar.

Die Wärme der Decke, die fliedernen Farben, spiegeln die Sicherheit in unseren Augen. Vertrau mir.

Ich hab Dich lieb. Gedankenverhangen.

Man sieht die offenen Augen, sonderbar. Man steht im Bad.

Erwischt- die Nase tief im Bademantel. Versteh doch einfach- sie ist nicht hier.

Dabei schwöre ich Dir, neben Dir zu stehen, Deine Schritte zu verstehen.

Lauf los, ich bin bei Dir. Neben Dir, hinter Dir, vor Dir.

Sag mir wo Du mich brauchst und ich stehe da. Sag mir wo Du mich willst und ich komme zu Dir. Ich halte Dich fest, stütze Dich, trage Dich- spüre Dich.

Einatmen und Ausatmen. Zug für Zug geht Dein Geruch tiefer in meinen Körper.

Es tut weh. Gib mir Zeit, es war zuviel. Wohl eher ein schlechtes Resumee. Getragen von Angst und Hilflosigkeit, ist mein engster Verbündeter die Geduld.

Voller Last beladen sitze ich, starre auf den Mantel und ich wünschte du wärst hier.

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Sonntag, 9. Januar 2011
Unbekanntes Ich
Dinge passieren manchmal ohne Grund. Doch warum tun sie das?

Ich erkenne mich nicht wieder. So war ich doch nie. Wieso bin ich nur so angreifbar.

Ich versuche zu kämpfen, eine Macht zu besiegen- doch sie scheint viel größer zu sein.

Warum gibt es Situationen die einem so schaden, die einen so verletzten- so niederreißen?

Die fremde Welt hat mich umschlungen, sie kontrolliert mich. Es tut weh.

Lass mich frei, lass mich los, schreie ich- aber sie lacht mich aus.

Die Macht ist personifiziert. Ein Monster gefangen in einem Körper. Wie kann man nur so sein? Verdammt- kein Gefühl, kein Vertrauen, nein es ist Hass.

Hart aber gerecht, doch wann bekommt er die gerechte Strafe?

365 Tage durchlebt, durchlaufen, nein- gestorben.

Zerbrochen hat mich die Zeit, zerbrochen hat mich die Person. Was ich gerade bin kann ich nicht sagen. Ein Mysterium liegt weit weg in einem schwarzen Raum.

Realisieren sollte ich wohl doch, dass ich in diesem Raum gefangen bin.

Wo ist die Tür, wo soll ich hin? Die einsame verzweifelte Suche scheint kein Ende zu nehmen.

Die böse Macht soll gehen, mich ziehen lassen, doch sie hält mich zu sehr fest.

Ich will frei sein. Die Gedanken sollen wir kreisen. Ich will wieder leben.

Das wieder sehen was mir gerade verschlossen bleibt.

Ein Ausweg habe ich gerade nicht, doch die Hoffnung bleibt in meinem Herzen.

Ich spüre sie. Doch- anzuwenden vermag ich sie gerade noch nicht.

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Mittwoch, 5. Januar 2011
Die Erkenntnis
Irgendwann muss man es erkennen. Die Augen sind stets geschlossen, aber trotzdem will man ein Blick für das Detail haben.

Das Wissen der Anderen implizirt noch lange nicht die eigene Emotion. Hoffnungen ziehen wie der Wind über die Wiese. Grün ist schon lange nichts mehr.

Die Farben haben eh nur die zweitrangige Bedeutung. Den ersten Rang gibt es nicht mehr. Lass sie ziehen, ist die Konsequenz der naturgegeben Sache.

Es liegt eh alles nur so achtlos auf dem Boden. Jegliche Gefühle werden auf ein Haufen Elend gekehrt. Mülltrennung sinnlos. Alles vermischt.

Die Diskrepanz zwischen der Realität und dem Wunsch ist so weit auseinander wie lange nicht mehr.

Der Wunsch endlich sortiert zu sein hallt im Hintergrund mit. Die Verletzheit zeigt eine zu starke Macht.

Sie wird wohl nie wieder kommen. Und wenn dann, nicht so wie ich es wollen würde.

Auswegslos und doch ein wenig Hilflos. Selbst die beste Manipulation würde hier nichts bringen. Es wäre die Kraft die mich am Leben hält, die ich dadurch noch zerstören würde.

Lasse die Vergangenheit ziehen um die Zukunft mit offenen Armen zu begrüßen.

Willkommen zurück an Bord der Wirklichkeit.

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