Dienstag, 4. Januar 2011
Sehnsucht
Es ist wieder soweit, das Atmen fällt schwer.Völlig ziellos blicke ich auf die kahle Wand.

Jegliche Pigmente schon länsgt studiert. Die innere Leere wächst. Ich falle. Habe keinen Halt. Das Weiß der Tapete verschlingt mich.

Die Kehle schnürt es zu. Wer kann mich befreien? Wer hilft mir?

Bin ich es selber oder vielleicht doch jemand anderes?

Der Fluch liegt über mich. Völlig haltlos treibe in dieser kalten Welt. Das Wasser scheint gefroren.

Hallo? Ist da wer? Hört mich jemand? Die Stille schreit mich gerade an. Es ist so erdrückend.

Wie komme ich hier raus? Der Sinn des Daseins ist schon lange wie ein Treibholz an mir vorbeigezogen.

Doch-ich muss den Sinn finden. Und ja richtig- ICH muss ihn finden.

Wieso kommt die Erkenntnis denn jetzt erst am Ende? Der Weg war so lang und schmerzhaft. Verdammt- wieso kann man den Dingen nicht vorher entgegesteuern, wenn man doch scheinbar so gefasst darauf ist.

Die eigene Sicherheit wird geboren. Ich blicke nach oben. Sehe die Sonne, die ersten Strahlen. Fühlst Du es? Es wird warm. Die Hoffnung blickt mich gerade an. Steh auf- versuche zu laufen.

Du hast es nicht verlernt. Vertrau Dir.

Schau Dich an. Die Spiegelung im Wasser zeigt mir das wahre Gesicht. Ich bin alleine hier. Gebe mir den Halt.

Die Kreise des Wasser bilden die Wirklichkeit. Ich muss weinen.

Doch- am Ende gehe ich grinsend aus dieser leeren Welt nach Hause.

Ich bin angekommen und ja, die Leere habe ich besiegt.

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Samstag, 1. Januar 2011
Ist es die da oder die da?
Auswahl genug vorhanden, Einzelstück wohl eher gesucht.

Die Frage steht mal wieder im Raum wer es ist und wer es sein soll? Man denkt an sie- oder doch eher an sie?

Zwei Welten prallen aufeinander. Man denkt aber an beide.

Die eine scheint weit weg, aber trotzdem ist sie da. Wie kann man sich an was gedanklich binden wenn man es nicht sehen kann?

Halt vielleicht doch nur an Dingen fest, die Du spüren kannst... in meiner Brust schlagen aber zwei Herzen.

Völlig kompatibel, oder doch eher nicht? Was rede ich mir schon wieder ein, oder ignoriere ich mich dann doch nur?

Kämpfe, steh auf. Lass dich nicht zu Boden reißen. STOPP!

Ich bin viel tiefer als der Boden. Wieso sehe ich das schon wieder nur in diesem Moment.

Analyse wäre nicht ganz das falsche Thema. Das Tier ist die Spinne, was in der Analysis die Bedeutung der Mutter ist. Doch was hat das mit dem Thema zu tun?

Verwirrt blicke ich hier auf den Bildschirm. 1+1 gibt 2.

Herzlich Willkommen in meiner Welt der zwei gebrochenen Herzen.

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Mittwoch, 29. Dezember 2010
Gleichgültigkeit
Die richtige Einstellung zu finden ist schwierig. Sich der Sache annehmen, noch mehr. Was will man machen, wenn man sich auf dem Weg zu ihr befindet, aber sie nicht sehen kann.

Die beste Einstellung wäre die Gleichgültigkeit. Aber ist es mir wirklich egal, ob sie sich meldet oder nicht?- Ob sie kommt oder nicht?- Ist es das?

Nein- ich denke nicht. Aber es sollte so sein! Ansichten verändern sich schnell, müssen sie auch um flexibel zu sein.

Aber verleugne ich mich nicht selber? Nur weil es mir vermeintlich egal ist, was sie tut.

Die Frage der Akzeptanz spiegelt sich in der Distanz wieder. Sie ist nicht hier.

Was soll denn da noch aus einem werden, geschweige denn aus uns? Sitzend harre ich hier aus. Man braucht viel Geduld wenn man sich selber ändern will.

Anfragen an das eigene Ich bleiben unbeantwortet. Es ist doch schon so spät, also wo bleibst du?

Niemand da? Der Raum ist leer. Kahl und kühl. Das Neonlich vermischt sich mit der Situation. Doch wo ist die Akzeptanz jetzt?

Sie ist weg. Die kalten Fliesen, bilden eine Schutzmauer um mich. Das Gefühl der Wärme bricht nicht durch.

Wie sollte es auch. Verleugne ich mich oder schütze ich mich?

Fragen, die im Dunst der Kälte einfach untergehen.

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